Das Internet erobert China
Das Internet in China boomt. Nicht nur in der Produktion von Billigprodukten ist China auf der Überholspur, auch das Internet gewinnt in China ständig an Bedeutung.
Noch ist der prozentuelle Anteil der Internet User in China bescheidend klein. Gerade einmal knappe zehn Prozent der Bevölkerung nützt das Internet. Die Tendenz steigend. In den nächsten Jahren dürften etliche Millionen chinesische Internetbenützer dazu kommen. Ausländische Unternehmen haben es schwer im Reich der Mitte. Und so sind schon diverse chinesische Internetunternehmen gross geworden. Die Internationale Konkurrenz hat das Nachsehen. Darunter auch grosse Namen wie Google, Yahoo, Amazon oder E-Bay. Noch ist der chinesische Markt im internationalen Onlinebusiness noch nicht von Bedeutung, doch dies kann sich schnell ändern.
Schon heute die Nummer zwei
China ist mit 123 Millionen Internetusern schon heute hinter den USA der zweitgrösste Onlinemarkt der Welt. Noch ist das E-Business am Anfang. Erinnerungen an die Goldgräberstimmung in den Neunziger Jahren in Amerika werden wach. Damals hat der Siegeszug des Internet begonnen welcher nach einer Kurzen Krise fortgesetzt wurde.
Der chinesische Bill Gates
Es klingt wie ein Märchen aus tausend und einer Nacht. Es ist die Geschichte von einem Internet-Pionier. 1999 gründete Jack Ma Alibaba.com, ein Portal auf dem Einkäufer und Lieferanten sich austauschen und Geschäfte schliessen können. Der Erfolg kam schnell. Heute zählt Alibaba.com über 3 Millionen registrierter Mitglieder und verzeichnet 20000 Transaktionen pro Tag. Zum Imperium von Ma gehört auch Taobao, das chinesische Pedant zum amerikanischen E-Bay.
Google beisst sich die Zähne aus
Begonnen hat für Google alles nach Mass. Der Einstieg in China begann hervorragend, die Userzahlen stiegen stetig. Doch dann kam alles anders. Im September 2002 blockierte die chinesische Regierung die Seite von Google. Darauf war nur noch eine zensurierte Version abrufbar. am 25 Januar 2006 lancierte Google die Seite Google.cn und gab somit dem Druck der Regierung nach. Die neue Version hielt sich komplett an die Zensurbestimmungen der Chinesischen Regierung. Im Westen wurde das Vorgehen von Google harsch kritisiert. Für Google war es allerdings die einzige Möglichkeit sich einen Teil des Kuchens im Online Geschäft in China zu ergattern. Doch in den vier Jahren zwischen 2002 und 2006 war eine chinesische Suchmaschine schon lange an Google vorbei gezogen - Baidu. Die Geschichte von Baidu könnte auch jene von Google selber sein. Das Unternehmen geht auch auf die Initiative von zwei jungen Männern zurück - Robin Li und Eric Xu. Beide hatten in Amerika studiert. Mit einem Startkapital und voller Ideen machten sie sich im Jahr 2000 auf nach China um sich dort ihren grossen Traum zu erfüllen. Der Börsengang an der NASDAQ im August 2005 war ein voller Erfolg. Noch am gleichen Tag klettere die Aktie von 27 Doller auf 122 Dollar. Heute beschäftigt die Suchmaschine Baidu um die 700 Mitarbeiter und gilt zu den absoluten Grössen im chinesischen Internet-Business.
Google News kennt in China niemand
Der virtuelle Newsmarkt gehört in China nur jemandem. Dem Online Portal Sina. Gigantische 500 Millionen Page Views am Tag machen Sina zur Nummer eins in China. Seibererklärend, dass Sina in fast allen Bereichen den ersten Platz belegt.
China wird auch die virtuelle Welt im Sturm erobern. Man darf gespannt darauf sein, was für Neuerungen dies für den User in Europa bringen wird. Der Kampf um die Vorherrschaft im Internet hat begonnen. Und die jetzigen Grössen aus Amerika haben ernsthafte Konkurenzen aus dem Osten bekommen.