Mehr Erfolg beim Präsentieren
Eine spannende Rede zu halten ist nicht gerade einfach. Viele fühlen sich nicht wohl vor grossem Publikum zu sprechen. Mit einigen Tipps gelingt auch ihre Rede
Wer kennt die Situation nicht. Da sitzt man in einem grossen Saal und lauscht einem Vortrag der einen nicht fesselt und nicht interessiert. Das Gähnen kann man sich nicht mehr verkneifen und am liebsten möchte man den Saal verlassen. Viele halten nicht gerne Reden und schon gar nicht vor grossem Publikum. Sie suchen dann krampfhaft nach irgendwelchen Ankerpunkten und finden diese in grossen Zetteln, auf denen die ganze Rede schon vorgeschrieben draufsteht. Aus einer Präsentation wird so schnell einmal eine Vorlesestunde. Und statt einen Redner vorne hin zu stellen hätte man gerade so gut eine Kassette einlegen und der Stimme aus dem Lautsprecher lauschen können. Doch was macht eine Rede spannend? Was unterscheidet eine gute von einer schlechten Rede? Wichtig ist, dass der Redner versucht auf das Publikum einzugehen, das Publikum anzusprechen und nicht einfach einen Text herunterleiert. Einige rhetorische Tricks können dabei helfen. Verzichten sie auf zu viele visuelle Reize. Schliesslich soll sich das Publikum auf sie konzentrieren und nicht auf die technischen Hilfsmittel. Raffiniert gestaltete PowerPoint Folien mögen zwar ihre Computerkenntnisse unter Beweis stellen, für eine faszinierende und packende Rede sind sie aber eher von Nachteil. Folien die sich selber erklären machen sie als Redner überflüssig. Minimieren sie den Inhalt der Folien deshalb auf ein absolutes Minimum am besten gleich auf einige Stichworte. Dies gibt dem Referenten die Möglichkeit ausführlich die Stichworte zu erklären und so eine Spannung zu erzeugen. Für das Publikum ist es nicht spannend auf der Folie ganze Sätze lesen zu können. Auch sollten sie mit Skizzen und Bildern arbeiten. Am besten auch hier wieder grosse Skizzen mit möglichst wenigen Details. Die meisten Details vergisst das Publikum eh kurz nach es sie gehört hat wieder. Nur ein Bruchteil der Rede wird in Erinnerung bleiben. Überfluten sie ihr Publikum nicht mit zu vielen Informationen und sprechen sie klar und langsam. Achten sie auf einen unterschiedlichen Tonfall, niemand will einer monotonen Stimme folgen. Setzten sie bewusst Pausen, ununterbrochenes Reden führt dazu das sich der Zuhörer irgendwann gedanklich ausklickt und ihnen nicht mehr folgt. Auch sind Pausen kein Zeichen von Schwäche. Setzen sie sie bewusst ein. Und lassen sie das Publikum auch mal warten. Auf Fragen gönnen sie sich eine kurze Pause bevor sie antworten. So können sie in Ruhe ihre Gedanken ordnen und gleichzeitig ist es für den Fragesteller ein Signal das sie nachdenken und nicht einfach irgendeine Antwort geben.