Eine Reisebericht über die Stadt Barcelona
Kaum eine andere Stadt erfreut sich zur Zeit einer solchen Beliebtheit wie Barcelona. Jedes Jahr unternehmen Tausende eine Städtereise in den Spanischen Osten um die Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Familia oder das Camp Nou zu bestaunen.
In den letzten zehn Jahren konnte Barcelona seine Popularität bei den Touristen ständig steigern. Jedes Jahr kommen mehrere Millionen Menschen hierher um die eindrücklichen Bauwerke zu besichtigen oder einem Fussballspiel des Spitzenklubs FC Barcelona beizuwohnen. Lesen sie einen Reisebericht über die faszinierende Stadt Barcelona.
Städte wie London, Paris oder Rom verfügen über unzählige Sehenswürdigkeiten und schöne sehenswerte Bauwerke. Was für die drei genannten Städte zählt, gilt auch für Barcelona. In der Stadt an der Südostküste von Spanien gelegen gibt es sehr viel zu sehen. Diverse interessante Ausstellungen, faszinierende Bauwerke und die Strände direkt in der Stadt ziehen Jahr für Jahr viele Menschen aus allen Länder dieser Welt an.
Die Buchung unserer Reise nach Europa
Bereits im Frühjahr dieses Jahres waren meine Freundin und ich für einen Tag in Barcelona. Die Stadt war einer der Anlaufpunkte während unserer Kreuzfahrt durch das Mittelmeer. Zum ersten Mal in Barcelona versuchten wir möglichst viele Sehenswürdigkeiten in nur einem Tag zu entdecken und stellten schnell fest, dass unser Plan am Zeitmangel scheitern würde. Doch die wenigen Stunden genügten, damit wir uns in Barcelona verlieben konnten. Die spanische Lockerheit, die vielen sehr speziellen Bauwerke, die Stadtstrände und die vielen Einkaufsmöglichkeiten führten unweigerlich zum Entschluss Barcelona in diesem Jahr erneut aufzusuchen ? dieses mal allerdings für mehrere Tage. Im Internet machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Angebot. Dank den modernen Internetportalen ist es heute kein Problem mehr die Preise für Flüge und Hotels mit wenigen Mausklicks zu vergleichen und so eine Menge Geld zu sparen. Wieso sollten sie für ein Hotelzimmer und den gleichen Flug mehr bezahlen, wenn sie es auch günstig kriegen. Das gesparte Geld kann gerade in Barcelona ohne Probleme in weit sinnvolleres investiert werden. Wie wäre es mit einem feinen Nachtessen in einem der zahlreichen Sterne-Restaurants. Einem weiteren Eintritt in ein Museum oder einer Zusatznacht in der Stadt der unendlichen Sehenswürdigkeiten? Wir konnten schlussendlich ein sensationelles Angebot finden. Für 350 Euro buchten wir einen Hin- und Rückflug mit der Swiss nach Barcelona, sieben Nächte in einem 5-Sterne Hotel etwas ausserhalb der Stadt inklusive Frühstück. Und das beste daran: Unsere Reisezeit war nicht etwa der Dezember sondern der beliebte Juli. 350 Euro für ein solches Angebot? Dass ist doch schlicht unmöglich, möchte man einwenden. In der Tat trauten wir dem Angebot zuerst auch nicht wirklich. Doch wir bezahlten genau diesen Preis. Wie kommen solche Angebote zustande. Bei einer Städtereise gibt es zwei grosse Kostenfaktoren. Dies sind zum einen die Kosten für den Flug und zum anderen jene für das Hotelzimmer. Beide können sehr starken Schwankungen unterliegen. Es kann sogar sein, dass man für den genau gleichen Flug, oder das genau gleiche Hotelzimmer unterschiedliche Preise offeriert bekommt, je nachdem wo man nachschaut und bucht. Der Flug alleine kostete gut 140 Euro pro Person. Dies ist sehr wenig, bedenkt man dass es sich um einen Flug mit der Swiss handelte und der Flughafen Zürich nicht wirklich für seine billigen Gebühren bekannt ist. Trotzdem kriegt man immer wieder solche Flüge nach Barcelona angeboten. Man muss allerdings ein bisschen flexibel sein. Wen es allerdings nicht stört zu den Randzeiten, am frühen Morgen oder späten Abend zu fliegen, und bereit ist einen Flug einen Tag früher oder später zu nehmen, der kriegt immer wieder einen sehr preiswertes Angebot.
Das Hotel in Barcelona kostete gut 210 Euro pro Person. Macht pro Nacht und Zimmer 60 Euro. Für ein 5 Sterne Hotel inklusive Frühstück so gut wie nichts. Möglich machen es die hohen Rabatte, welche die Hotels in diesem Sommer offerierten. Ab drei Tage offerierte das Hotel Hesperia Suite einen Rabatt von 50 Prozent. Heisst im Klartext normalerweise hätte ein Hotelzimmer pro Nacht 120 Euro gekostet, ein deutlich realistischerer Preis für ein Hotelzimmer in Barcelona. Gerade im Sommer 2009 überschlugen sich die unterschiedlichen Hotelketten mit Sonderpreisen und Aktionen. Die Wirtschaftskrise war in der Tourismusbranche deutlich zu spüren. Doch generell gibt es immer wieder ein Hotelzimmer zu sehr günstigen Konditionen in Barcelona. Ein Preisvergleich lohnt sich auf jeden Fall
Sehenswürdigkeiten in der Stadt Barcelona
Zeit hatten wir nun reichlich um die Stadt zu entdecken und die schönen Bauwerke und Plätze zu besichtigen. Als erstes starteten wir mit einem Spaziergang vom Placa de Catalunya aus, die Rambla hinunter zum alten Hafen von Barcelona, dem Port Vell. In den letzten Jahren wurden die Uferpromenade modernisiert. Heute kann man wunderbar am Hafen entlang spazieren und den Geruch des Meeres geniessen. Ausserdem wurde hier ein modernes Einkaufszentrum, das Maremagnum errichtet. Direkt daneben befindet sich der Kinokomplex Imax und das grösste Wasserbecken Europas, das Aquarium. Im Aquarium von Barcelona kann man viele verschiedene Fische und Meerestiere bestaunen. Höhepunkt sind die Haie, welche ihre Runden im Wasserbecken direkt über den Köpfen der Touristen drehen.
Östlich der Rambla befindet sich das gotische Viertel von Barcelona, das Barri Gotic. Diverse Plätze und Bauwerke zeugen von vergangenen Zeiten. Das Barri Gotic, ist eines der grössten zusammenhängenden, noch existierenden Stadtviertel im gotischen Stil in Europa. Sehenswert ist der Placa Reial, die Kathedrale und der Königsplatz Placa del Rei. Erkundigen sie die engen Gassen und lassen sie sich vom Charme dieses Viertels verzaubern. In den letzten Jahren ist die Altstadt viel sicherer geworden. Trotzdem wird empfohlen dunkle, einsame Gassen in den Abendstunden zu meiden. Bleiben sie besser auf den belebten Strassen, wo sich auch andere Touristen aufhalten.
Besuchen sollten sie unbedingt auch der farbenfrohe Markt Mercat de la Boqueria. Besonders bei Touristen ist diese Markthalle sehr beliebt, aber auch die Einheimischen kaufen hier gerne ein. Leider sind die Preise etwas überhöht, was natürlich an der Beliebtheit bei den Touristen liegt. Wer günstig etwas kleines zu essen kaufen möchte an der Rambla, der besucht am besten den Supermarkt Carrefour Express. Die französische Grosskette hat direkt an der beliebtesten Flaniermeile von Barcelona ein Shop eingerichtet, der die Touristen zu normalen Supermarktpreisen versorgt. Gerade für Rucksacktouristen und Schnäppchenjäger ein Tipp. Am Ende der Rambla direkt beim Hafen steht die Statue von Christoph Kolumbus. Oben auf dem Denkmal befindet sich eine kleine Aussichtsplattform, welche man mit einem schmalen Aufzug im Innern der Säule erreichen kann. Ein Besuch der Kolumbussäule ist definitiv kein Muss für den Besucher von Barcelona, allerdings für bezahlt man für den schönen Ausblick über das Hafengebiet, sowie die Rambla gerade einmal zwei Euro. Am anderen Ende der Rambla befindet sich ein Trinkbrunnen, Font de Canaletes, dem nachgesagt wird, dass jeder der einmal daraus getrunken habe sein Herz an Barcelona verliere. Dass man als Besucher sein Herz an Barcelona verliert liegt durchaus im Bereich des möglichen, ob es dazu allerdings wirklich ein Schluck aus dem Brunnen bedarf bleibt fraglich, den meisten Touristen genügt wohl ein simpler Stadtrundgang durch Barcelona.
Modernisme ? eine besondere Form des Jugendstils
Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg einige der schönsten Bauwerke von Barcelona zu erkunden. Viele der im Modernisme entworfenen Häuser stehen im Eixample im sogenannten ?goldenen Viereck?. Zu den sehenswertesten Bauten zählt die Casa Mila und die Casa Batllo. Sie beide befinden sich an der Passeig de Gracia im Norden des Placa Catalunya. Gestaltet hat beide Häuser Antoni Gaudi. Keine andere Stadt in Europa zählt so viele Bauwerke welche auf die UNESCO Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Nebst der Casa Mila und der Casa Batllo kommt diese Ehre der Casa Vicens, dem Park Güell, der Casa Calvet, der Sagrada Familia, dem Hospital de Sant Pau und der Palau de la Musica Catalana. Die beiden letzten Bauwerke wurden übrigens von Lluis Domenech i Montaner entworfen und wurden im Jahr 1997 auf die Unesco-Liste aufgenommen.
Weitere Sehenswürdigkeiten von Barcelona
Nur wenige Fussballvereine der Welt verfügen über eine so angefressene Fangemeinde wie der FC Barcelona. Über die ganze Welt verteilt zählt der Verein über 100'000 Mitglieder. Nicht nur an den Spieltagen pilgern die Fussballfans zu tausenden ins Camp Nou um das Stadion zu besichtigen. Nach der Sagrada Familia ist das Camp Nou, die beliebteste Sehenswürdigkeit von Barcelona. Andere Museen werden angesichts der Besucherzahlen richtig neidisch. Die Stadionführung kostet allerdings relativ viel. Für eine Besichtigung bezahlen Erwachsene 17 Euro. Kinder erhalten ermässigten Eintritt. In einem abgegrenzen Bereich kann man daraufhin das Stadion erkunden. Geführte Touren gibt es nicht. Gegen Gebühr kann man sich Kopfhörer und ein Abspielgerät zulegen und so zu den verschiedenen Orte Texte hören. Ein Abspielgerät kostet 5 Euro. Die Führung durchs Stadion verläuft durch die Gästekabine, die Kapelle im Tunnelgang, den Rasen hinauf auf die Pressetribüne. Von dort gelangt man ins Vereinsmuseum. In diesem Museum befinden sich viele Gegenstände aus der Geschichte des FC Barcelona und dem Fussball allgemein. Ausserdem besteht die Möglichkeit sich vor einer grünen Wand fotografieren zu lassen. Am Computer wird daraus dann eine Fotomontage mit einem der Stars des Vereins. Auch diesen Service lässt sich der Verein extra bezahlen. Für ein kleines Foto bezahlt man bereits zwanzig Euro und mehr. Mit der ganzen Familie kann der Besuch des Camp Nou also ziemlich schnell ein teurer Spass werden, vorallem bei einem Besuch des imposanten Megashop auf dem Stadiongelände. Hier erhalten Barca-Fans alles was das Herz begehrt. Vom Teelöffel, bis zum Scooter, von Babylätzchen bis zu Schlüsselanhänger ist alles in den Vereinsfarben zu finden. Besuchen sie das Camp Nou möglichst früh am Morgen. Am Abend entstehen vor der Haltestelle der Sightseeing-Busse riesige Warteschlangen. Da wartet man schnell einmal gut eine Stunde, bis man einen Bus Turistic erwischt. In einem solchen Fall benützen sie am besten die Metro oder die öffentlichen Buse um ins Stadtzentrum zurückzugelangen. Die Mehrkosten von 1.35 für eine einfache Fahrt ersparen eine Menge Ärger.
Einen Ausflug auf den Tibidabo
Während ihres Aufenthaltes sollten sie unbedingt einen, oder am besten beide der Hügel rund um Barcelona besuchen. Vom Tibidabo aus geniesst man einen herrlichen Blick über die Stadt. Wir entschlossen uns für eine kombinierte Reise mit der Metro und der Standseilbahn. Mit der Metro fährt man an die Haltestelle Av. de Tibidabo. Von dort besteht die Möglichkeit mit dem Tramvia Blue zur Talstation der Funicular Tibidabo zu fahren. Allerdings kann das alte Tram nur 20 Personen auf einmal transportieren. Wir entschlossen uns für einen Spaziergang. Der Weg geht den Hang hinauf, führt durch einen kleinen Park und dauert etwa 20 Minuten. Bereits von der Talstation aus geniesst man einen wunderbaren Blick über Barcelona. Hier befinden sich zwei Restaurants mit einer schönen Terrasse. Wir machten uns direkt weiter ohne einen Zwischenhalt in einem der Restaurants und gelangten mit der Standseilbahn in etwa 10 Minuten auf den Tibidabo. Bereits im Jahr 1909 wurde auf dem Tibidabo ein Vergnügungspark errichtet. Die Bahnen sind nicht wirklich etwas besonderes, besonders ist allerdings die Lage des Parks. Doch nicht nur für Anhänger von Vergnügungsparks lohnt sich ein Ausflug auf den Tibidabo, auch der wunderschöne Panoramablick ist sehenswert. Wir genossen die wunderschöne Aussicht, tranken einen Kaffee und machten uns dann auf den Weg zurück an den Hafen. An diesem Abend nahmen wir unser Essen in einem ?All you can eat? Restaurants im Maremagnum ein. In Barcelona gibt es zahlreiche Restaurants der Kette ?Fresco?. Dass Konzept ist überall das gleiche. Gesundes Essen, soviel man möchte zu einem kleinen Preis. Für etwa 9 Euro kann man sich beliebig oft am Salatbuffet bedienen, erhält eine Suppe sowie ein Softgetränk. Ausserdem gibt es jeden Tag ein kleines Buffet mit warmen Speisen. Der Kaffe, Kuche und einige Früchte sind ebenfalls im Preis enthalten. Natürlich kann man hier keine Spitzengastronomie erwarten. Doch gerade für Leute die Salate mögen ist der ?Fresco? eine Interessante Alternative. Wir gingen einige Male im ?Fresco? essen und waren stets zufrieden. Das Salatbuffet war sehr gross und jeweils von sehr guter Qualität. Die warmen Speisen waren sehr unterschiedlich. Die angebotenen Pizzascheiben schmeckten uns gut. Die anderen Speisen waren teilweise sehr gut, teilweise kaum geniessbar. Insgesamt bietet das ?Fresco? allerdings ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis und ist deshalb gerade bei Jugendlichen sehr beliebt.
Ein Tag am Strand ? einfach nur die Seele baumeln lassen
Wir hatten uns fest vorgenommen an einem Tag nichts anderes zu tun als die Seele baumeln zu lassen und die Sonne im Liegestuhl an einem der Strände zu geniessen. Genau dies taten wir nun. Wir genossen unser Frühstück im Hotel und machten uns dann auf den Weg Richtung Port Olimpic. Von dort aus spazierten wir dem Meer entlang und machten es uns dann einem der schönen Strände gemütlich. Wir mieteten uns zwei Liegestühle und ein Sonnenschirm (pro Stück 5 Euro) und entspannten den ganzen Tag. Gegen Abend machten wir uns auf den Weg zur Rambla und verfolgten bei einem Glas Sangria das Bunte Treiben auf der Strasse. Nicht allzuspät machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, die Fahrt mit der Metrolinie vom Placa Catalunya aus bis zur Endhaltestelle Bellvitge dauerte immerhin gut zwanzig Minuten, und hatten genügend Kraft für die kommenden Tage getankt.
Ausflug auf den Montjuic
Mindestens so schön wie der Blick vom Tibidabo ist jener vom Montjuic. Direkt am Hafen liegt dieser kleine Hügel im Westen der Stadt. Eine Möglichkeit auf den Tibidabo zu gelangen ist die Hafenseilbahn von Barcelona. Sie verbindet den Torre Sant Sebastia mit der Station auf dem Montjuic. Von dort aus kann man zu Fuss zum Castell de Montjuic gelangen oder den öffentlichen Bus benützen. Eine andere Möglichkeit ist ein Spaziergang vom Placa d'Espanya aus. Eine breite Strasse führt zur Treppe unterhalb des Palast Nacional. Von dort gelangt man zum ehemaligen Olyampiagelände und weiter zum Castell Montjuic. Wer ganz bequem ganz hinauf möchte, der benützt am besten die Funicular Tibidabo, welche zum Metronetz gehört. Von der Bergstation der Standseilbahn aus fährt eine Seilbahn den Hügel hinauf bis direkt vor das Castell de Montjuic. Von hier geniessen sie einen sehr schönen Rundumblick. Die Dächer von Barcelona, der neue Containerhafen, an welchem auch die grossen Kreuzfahrtschiffe anlegen und die Vororte von Barcelona sind wunderbar sichtbar. Gerade auch in der Nacht geniesst man von hier aus einen wunderbaren Blick über die gesamte Stadt.
Wissenswertes über Barcelona
Während unserer Reise beschäftigten wir uns intensiv mit Barcelona. Einige Daten und Fakten rund um die Hauptstadt von Katalonien möchten wir ihnen hier weiter geben. Die Stadt liegt etwa 120 Kilometer südlich der Gebirgskette Pyrenäen. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 1.6 Millionen ist es die zweitgrösste Stadt von Spanien. Unter dem Namen Area Metropolitana de Barcelona versteht man ein Gebiet von gut 630 Quadratmeter rund um die Stadt, welches 36 Gemeinden umfasst. In diesem Gebiet leben etwa 3.2 Millionen Menschen. Die Stadt Barcelona selber erstreckt sich auf einer Fläche von etwa hundert Quadratkilometer und ist in zehn Stadtbezirke gegliedert.